Aufnahme in die Schülerwohngruppe

In die Schülerwohngruppe nehmen wir normalbegabte Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter, d.h. in der Regel zwischen 4 und 15 Jahren auf. 

Aufgrund der konzeptionellen Ausrichtung können wir keine Kinder und Jugendlichen mit schweren geistigen oder körperlichen Behinderungen, schweren psychischen Störungen oder primärer Suchtproblematik aufnehmen. 


Aufnahme in die Schülerwohngruppe finden Kinder und Jugendliche zwischen Kindergarten und der 9. Klasse beiderlei Geschlechts mit Wohnsitz in der Schweiz oder im Fürstentum Lichtenstein. 

Mögliche Platzierungsgründe in der Schülerwohngruppe können sein:

  • Strukturdefizite in der Herkunftsfamilie
  • Überforderung in der Herkunftsfamilie
  • Auffälligkeiten im Sozialverhalten
  • Krisensituation im Herkunftsmilieu

Die Aufnahmekriterien

 Damit die Aufnahme in eine Schülerwohngruppe möglich ist, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Aufnahme in eine öffentliche Schule oder Privatschule in der Region
  • Mindestmass an Bereitschaft der Kinder und Jugendlichen für das Leben in der Schülerwohngruppe
  • Einverständnis der Sorgeberechtigten oder behördlicher Beschluss
  • Die Kinder und Jugendliche entsprechen der Zielgruppe
  • Die Finanzierung ist geklärt und gesichert
  • Ein Zielvorhaben und ein Zeitrahmen für die Platzierung ist definiert

Das Aufnahmeverfahren

Anfrage

Es erfolgt eine erste Kontaktaufnahme mit der Heimleitung, bei welcher die vorliegende Situation erläutert und allfällige Zielsetzungen definiert werden. 

 

Vorstellung / Erstgespräch

Die Heimleitung lädt die Eltern, das Kind und ggf. die anfragende Stelle zu einer Vorstellung ein. Dabei werden die Angebote des Kinder- und Jugendheims Bild erläutert. Die Situation des Kindes wird genauer erfasst. Die Beteiligten prüfen, ob das Angebot den Bedürfnissen des Kindes entspricht. 

 

Anmeldung

Die Anmeldung wird gemeinsam mit der zuweisenden Behörde und sofern möglich mit den Eltern vorgenommen.

 

Schnupperzeit

Es wird eine Schnupperzeit von i.d.R. drei Tagen vereinbart. Nach Ablauf derselben werden die Erfahrungen besprochen und schriftlich festgehalten.

 

Aufnahmeentscheid

Die Heimleitung fällt mit der Wohngruppenleitung den Aufnahmeentscheid.

 

Platzierungsentscheid seitens Behörde, des Kindes bzw. Jugendlichen und der Eltern

Die involvierten Stellen fällen gemeinsam einen Platzierungsentscheid.

 

Aufnahmevertrag

Es wird ein Aufnahmevertrag ausgearbeitet, der das Betreuungsverhältnis und die Leistungen regelt. 

 

Kostengutsprache

Die einweisende Behörde erteilt zusammen mit der Interkantonalen Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) die Kostengutsprache mittels Kostenübernahmegesuch (KÜG). 

 

Eintritt

Der Eintritt erfolgt nach Absprache zum vereinbarten Zeitpunkt. Idealerweise ist beim Eintrittsgespräch eine Bezugsperson anwesend, mit welcher das Zimmer eingerichtet wird. Anschliessend wird die Gruppenwohnung und die Gruppe vorgestellt. 

 

Erstes Standortgespräch

Innerhalb der ersten drei bis vier Monaten lädt das Kinder- und Jugendheim Bild zum ersten Standortgespräch ein, anhand welchem die Eintrittsphase reflektiert wird. Der Auftrag wird überprüft und aufgrund neuer Erkenntnisse angepasst.