Aufnahme in die Jugendwohngruppe

In die Jugendwohngruppe nehmen wir normalbegabte Jugendliche ab dem 8. Schuljahr auf. 

Aufgrund der konzeptionellen Ausrichtung können wir keine Jugendlichen mit schweren geistigen oder körperlichen Behinderungen, schweren psychischen Störungen oder primärer Suchtproblematik aufnehmen. 


Aufnahme in die Jugendwohngruppe finden Jugendliche und junge Erwachsene beiderlei Geschlechts am Ende der Schulpflicht, in einer weiterführenden Schule oder in der Berufsausbildung mit Wohnsitz in der Schweiz oder im Fürstentum Lichtenstein. 

Mögliche Platzierungsgründe in die Jugendwohngruppe können sein:

  • Strukturdefizite in der Herkunftsfamilie
  • Überforderung in der Herkunftsfamilie
  • Auffälligkeiten im Sozialverhalten
  • Krisensituation im Herkunftsmilieu oder in der Ausbildung
  • Schwierigkeiten im Ablösungsprozess

Aufnahmekriterien

 Damit die Aufnahme in die Jugendwohngruppe möglich ist, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Aufnahme in eine öffentliche Schule, in eine Privatschule oder ein Ausbildungs- und Arbeitsplatz in der Region
  • Mindestmass an Bereitschaft der  Jugendlichen für das Leben in der Jugendwohngruppe
  • Einverständnis der Sorgeberechtigten zur Platzierung der Jugendlichen
  • Die Jugendlichen entsprechen der Zielgruppe
  • Die Finanzierung ist geklärt und gesichert
  • Ein Zielvorhaben und ein Zeitrahmen für die Platzierung ist definiert

Das Aufnahmeverfahren

Anfrage

Es erfolgt eine erste Kontaktaufnahme mit der Heimleitung, bei welcher die vorliegende Situation erläutert und allfällige Zielsetzungen definiert werden. 

 

Vorstellung / Erstgespräch

Die Heimleitung lädt die Eltern, die Jugendliche bzw. den Jugendlichen und ggf. die anfragende Stelle zu einer Vorstellung ein. Dabei werden die Angebote des Kinder- und Jugendheims Bild erläutert. Die Situation der bzw. des Jugendlichen wird genauer erfasst. Die Beteiligten prüfen, ob das Angebot den Bedürfnissen des bzw. der Jugendlichen entspricht. 

 

Anmeldung

Die Anmeldung wird gemeinsam mit der zuweisenden Behörde und sofern möglich mit den Eltern vorgenommen.

 

Schnupperzeit

Es wird eine Schnupperzeit von i.d.R. drei Tagen vereinbart. Nach Ablauf derselben werden die Erfahrungen besprochen und schriftlich festgehalten.

 

Aufnahmeentscheid

Die Heimleitung fällt mit der Wohngruppenleitung den Aufnahmeentscheid.

 

Platzierungsentscheid seitens Behörden, des bzw. der Jugendlichen und der Eltern

Die involvierten Stellen fällen gemeinsam einen Platzierungsentscheid.

 

Aufnahmevertrag

Es wird ein Aufnahmevertrag ausgearbeitet, der das Betreuungsverhältnis und die Leistungen regelt. 

 

Kostengutsprache

Die einweisende Behörde erteilt zusammen mit der Interkantonalen Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) die Kostengutsprache mittels Kostenübernahmegesuch (KÜG). 

 

Eintritt

Der Eintritt erfolgt nach Absprache zum vereinbarten Zeitpunkt. Idealerweise ist beim Eintrittsgespräch eine Bezugsperson anwesend, mit welcher das Zimmer eingerichtet wird. Anschliessend wird die Gruppenwohnung und die Gruppe vorgestellt. 

 

Erstes Standortgespräch

Innerhalb der ersten drei bis vier Monaten lädt das Kinder- und Jugendheim Bild zum ersten Standortgespräch ein, anhand welchem die Eintrittsphase reflektiert wird. Der Auftrag wird überprüft und aufgrund neuer Erkenntnisse angepasst.